BACKROOMS
Film-Nr.: 18597
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Genre: Horror
Genre: Toptitel
Genre: Drama
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BACKROOMS

BACKROOMS (Originaltitel)

USA - 2026

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Kane Parsons
Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Renate Reinsve, Mark Duplass, Finn Bennett, Lukita Maxwell, Avan Jogia
Drehbuch: Kane Parsons, Will Soodik

Sprache: Englisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 106 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 16 Jahre
Bildformat: 1.85:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Features: Audiokommentar; Interview; Featurettes

Es gibt jene seltenen Fälle, in denen ein Film aus dem Nichts zu kommen scheint. Gedreht mit niedrigem Budget von einem kaum bekannten Regisseur, gewinnt er rasch die Aufmerksamkeit von Publikum und Kritik. Bei besonders großem Erfolg wird er in kürzester Zeit als Klassiker anerkannt, weil er neue Maßstäbe gesetzt hat. Das war bei BLAIR WITCH PROJECT (1999) von Daniel Myrick und Eduardo Sánchez der Fall, das ist der Fall bei BACKROOMS von Kane Parsons. Am Anfang steht ein Foto aus dem Jahr 2002, das kurz darauf gepostet wurde. Zu sehen: ein leerer, fensterloser Raum mit raumteilenden Wänden, die Tapete hellgrün, der Fußboden hellbraun, ebenso die Rasterdecke mit eingelassenen quadratischen Leuchtkörpern. Ein leichter Zoom erzeugt räumliche Tiefe. Liminal Space oder Schwellenraum: serielle Architektur mit perzeptueller Ergänzung zum Labyrinth in gebrochenen Farbtönen. Die Anmutung: befremdlich, beunruhigend. Parsons, geboren 2005, produzierte in Anlehnung an dieses Foto ab 2022 für das Internet mehrere Kurzfilme im Stil von Found Footage. Hohe Views generierten in Kürze den viralen Hype um die Backrooms, um surreale Räume hinten den realen. Parsons bekam dadurch die Gelegenheit zur Finanzierung eines Langfilms. Sein Regiedebüt ist beeindruckend. Insbesondere die audiovisuelle Inszenierung der Backrooms überzeugt. Sie hält den Zuschauer in sich steigernder Daueranspannung. Ein Indie-Film, der Hollywoods zeitgleiche Großproduktionen klein aussehen lässt. Die Handlung spielt im Jahr 1990. Hauptfigur ist Clark, ein gescheiterter Architekt mit Alkoholproblem, der erfolglos ein hallengroßes Möbelgeschäft betreibt, wo er auf die Räume hinter den Räumen stößt. Was ihn dort erwartet, hat der Schriftsteller Theodor Däubler in einem Gedicht so formuliert: »Der Feind ist unsre eigene Frage als Gestalt. Und er wird uns, wir ihn zum selben Ende hetzen.« Literarischer Tipp: »Die gelbe Tapete« (1892). Diese Kurzgeschichte der US-amerikanischen Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Charlotte Perkins Gilman nimmt die Idee der Backrooms vorweg. (RD)