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Film-Nr.: 18529
Genre: Komödie
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Genre: Drama Genre: Historie / Kostüm Genre: Toptitel Genre: Tragikomödie Genre: Historie / Kostüm |
NOUVELLE VAGUENOUVELLE VAGUE (Originaltitel)Frankreich, USA - 2025 DVD - Code 2 - PAL Regie: Richard LinklaterDarsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, Jodie Ruth-Forest Drehbuch: Holly Gent, Vincent Palmo Jr. Sprache: Deutsch, Französisch Untertitel: Deutsch Laufzeit: 102 Min. Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre Bildformat: 1.37:1 Tonformat: Dolby Digital 5.1 Features: Teaser; Trailer; Alternative Synchronfassung À BOUT DE SOUFFLE (1960) gilt als Klassiker der Nouvelle Vague. Linklater hat wie Godard in Schwarz-Weiß und Academy-Format gedreht. Verwendet wurden Analogkameras in digitaler Nachbearbeitung. Sein Film ist ein Film über das Entstehen eines Films, über die Ausarbeitung des Drehbuchs und die Schwierigkeiten der Produktionsfinanzierung, über das Casting und die Dreharbeiten bis zur Testvorführung. Zugleich ist sein Film nichts davon. Linklaters Film ist ein Film über cineastisches Filmschaffen, intellektuell, metakritisch, innovativ, experimentell, provokant, improvisierend, obsessiv, aber auch exzentrisch und exaltiert. Für all dies steht die Nouvelle Vague, ein Begriff, den die Journalistin Françoise Giroud 1957 prägte, als sie eine Jugendstudie besprach, in der die Generation der um 1930 Geborenen soziologisch beschrieben wurde. Ein Jahr darauf übernahm ihn die Filmkritik als Sammelbegriff für den jungen französischen Film. Linklaters Film ist kein Reenactment, kein nostalgisch verklärendes Retro-Movie. Es ist ein Film, dem das extrem Unwahrscheinliche gelingt: Überzeugend den Spirit von damals zu beschwören, eine Atmosphäre zu erzeugen, bei der die Hommage dem Gewürdigten kongenial korrespondiert. Und Linklater würdigt sie alle, die Autorinnen und Autoren des legendären Magazins »Cahiers du cinéma«, und all jene, die direkt oder indirekt an À BOUT DE SOUFFLE beteiligt waren. Er blendet Fotos von ihnen mit ihrem Namen ein. Wenig überraschend sind es mehrheitlich Männer. Die Branche war männerdominiert. Inbegriff dafür ist Godards Bonmot, alles, was man brauche, um einen guten Film zu machen, sei ein Mädchen und eine Knarre. Guillaume Marbeck als Godard darf Traumbesetzung genannt werden. Sein Godard setzt die Sonnenbrille nicht mal im Kino ab, ein cooler Beatnik, geht es um Zeit und Geld, ein Enfant terrible in Sachen konventioneller Filmsprache und Seherwartungen. Eine Traumbesetzung auch Zoey Deutch als Jean Seberg und Aubry Dullin als Jean-Paul Belmondo. Die Eleganz, mit der die Nouvelle Vague repräsentativ evoziert wird, der Charme, ist bezaubernd, betörend. Linklaters Film zeigt, was Film sein kann und könnte, indem er zeigt, worauf sich Film einstmals bezog: Auf das Leben im Alltag gegen den Alltag in bewusst filmfotografischer und narrativer Dekonstruktion, ein Autorenkino der Leichtigkeit des Tiefgangs durch Mut, sich seines eigenen Filmverstandes zu bedienen. Sapere aude in Cinema! (RD) |