EPIC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT
Film-Nr.: 18527
auf Facebook teilen
Genre: Dokumentarfilme
Genre: Konzerte / Videos
Genre: Toptitel
Genre: Musik
Genre: Musik
zurück

EPIC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT

EPIC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT (Originaltitel)

Australien, USA - 2025

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Baz Luhrmann
Darsteller: Elvis Presley, Priscilla Presley, Lisa Marie Presley, Sammy Davis Jr., James Burton, Charlie Hodge

Sprache: Englisch
Untertitel: Deutsch, Dänisch, Italienisch, Französisch, Englisch für Hörgeschädigte, Niederländisch, Finnisch, Schwedisch, Norwegisch
Laufzeit: 97 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 6 Jahre
Bildformat: 1.78:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1

Für sein Biopic ELVIS (2022) suchte Baz Luhrmann nach noch nie gezeigtem oder in Vergessenheit geratenem Filmmaterial. Dabei fokussierte er sich auf zwei Konzertdokus, die eine von 1970, Elvis in Las Vegas, die andere von 1972, Elvis on Tour. Im Archiv von Warner Bros. wurde er fündig. Den Konzertmitschnitten und Backstage-Interviews aus jenen Jahren geht eine rasant geschnittene Rekapitulation des Karrierebeginns voraus. Ab Mitte der Fünfzigerjahre Aufstieg zum King of Rock 'n' Roll, parallel dazu seine Vermarktung in rasch produzierten Unterhaltungsfilmen. Elvis Presley war ein energiegeladener Performer auf der Bühne vor seinen Fans, deren Begeisterung ihn bis zur körperlichen Verausgabung antrieb. Ein Filmschauspieler war er nicht, was im bewusst gewesen ist. Das Filmmaterial wurde digital restauriert, der Ton mit der originalen Orchestrierung neu abgemischt. Das Ergebnis ist auf andere Art so atemberaubend wie die berühmte Kussszene aus FENSTER ZUM HOF (1954) zwischen James Stewart und Grace Kelly in Zeitlupe nach ihrer Restaurierung 1998. Dank Nahaufnahmen sieht man die strahlend blauen Augen das Sängers, kontrastierend dazu den Glanz des lackschwarz gefärbten Haars, dem alle Schweißperlen nichts anhaben können. Die Bühnenkostüme entwarf Bill Belew. Markantes Zeichen waren die hochstehenden, das Gesicht rahmenden Kragen, inspiriert von der Zeit Napoleons. Elvis und seine Band rocken die Hallen, dass der Funke in die Gegenwart überspringt. Und ohne dass diese Namen fallen, denkt man an Frank Sinatra, Tony Benett, Liberace und den bei uns weniger bekannten Sänger Wayne Newton, an alle jene Künstler, die im Las Vegas der Sechziger- und Siebzigerjahre auftraten. An den Film CASINO (1995) von Martin Scorsese denkt man, und daran, wie Elvis Presley, der im Alter von nur 42 Jahren nach einem Konzert starb, während seiner letzten Lebensjahre zur tragischen Figur wurde. Er war tablettenabhängig, litt an extremen Essanfällen, wog zuletzt geschätzte 150 Kilo. Luhrmanns Film kann das nicht vergessen machen. Was er kann und was er macht, ist, den Star Elvis Presley auf dem Höhepunkt seiner gesanglichen Virtuosität und tänzerischen Performance zu zeigen. (RD)