ONE FOR THE ROAD
Film-Nr.: 18050
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Genre: Komödie
Genre: Toptitel
Genre: Tragikomödie
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ONE FOR THE ROAD

ONE FOR ROAD (Originaltitel)

Deutschland - 2023

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Markus Goller
Darsteller: Frederick Lau, Nora Tschirner, Burak Yigit, Friederike Becht, Godehard Giese, Nina Kunzendorf
Drehbuch: Oliver Ziegenbalg

Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch
Laufzeit: 111 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 2.39:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Features: Kinotrailer

»Make it one for my baby and one more for the road.« Der Song von Harold Arlen mit Text von Johnny Mercer wurde für THE SKY'S THE LIMIT (1943) geschrieben, im Film gesungen mit Tanzeinlage von Fred Astaire. Ein paar Jahre später nahm ihn Frank Sinatra in sein Repertoire auf, wo er rasch zum Hit und Signature Song wurde. Die jazzige Ballade ist musikalischer Inbegriff für einen leichtfertigen Umgang mit Alkohol, der das Glas zu viel nicht scheut, sondern sucht. Mark, anerkannter Bauleiter, zieht regelmäßig durchs Berliner Nachtleben. Eine Schnapsidee, nach dem Absacker mal eben sein Auto umparken zu wollen. Polizeikontrolle. Führerscheinentzug. In Vorbereitung auf die sogenannte ›Medizinisch-Psychologische Untersuchung‹ zwecks Wiedererlangung des Führerscheins muss Mark einen Kurs besuchen, an dem auch andere Personen mit Alkoholproblemen teilnehmen. Dass er selbst eines haben könnte, bestreitet er. Frederick Lau in der Hauptrolle ist großartig. Ähnlich wie Mads Mikkelsen in DER RAUSCH (2020) von Vinterberg verkörpert er auf sympathisch tragikomische Art die vermeintliche Wiedererlangung der Freiheit der Jugend. Forever young mit jedem Drink mehr. Sinnbildlich jene Szene, in der Mark seiner Kursbekanntschaft Helena nach gemeinsam durchzechter Nacht das Radfahren beibringen möchte. Keine fünf Meter schwankenden Fahrens, und sie stürzt hin. Zwei Erwachsene, denen diese Art pubertärer Ausgelassenheit dann doch nicht ganz so gut zu Gesicht steht. Auch Marks Wette mit seinem besten Freund, bis zur Wiedererlangung des Führerscheins keinen Alkohol anzurühren, hat etwas jungenhaft Spielerisches. Die Figur lässt an jene Charaktere denken, die in HERR LEHMANN (2003) begegnen, einem Film von Leander Haußmann, der in Berlin-Kreuzberg kurz vor dem Mauerfall spielt. Es wird viel getrunken von sympathischen Leuten, die Erwachsensein, verstanden als Beruf mit Chef und festen Arbeitszeiten, scheuen wie ein Glas stilles Wasser. (RD)