EIN GANZES LEBEN
Film-Nr.: 18040
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Genre: Drama
Genre: Historie / Kostüm
Genre: Biopic (Portraits)
Genre: Toptitel
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EIN GANZES LEBEN

EIN GANZES LEBEN (Originaltitel)

Deutschland, Österreich - 2023

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Hans Steinbichler
Darsteller: Stefan Gorski, August Zirner, Julia Franz Richter, Robert Stadlober, Marianne Sägebrecht, Ivan Gustafik
Drehbuch: Ulrich Limmer, Robert Seethaler

Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 110 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 2.40:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Features: Hörfilmfassung; Trailer; B-Roll; Featurette; Interviews; Making-Of; Bildergalerie

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler. Ein ganzes Leben, nicht im Sinne des geflügelten Wortes von der Wiege bis zur Bahre, sondern im Sinne eines in sich ruhenden, gefassten Lebens trotz erfahrener Gewalt und Schicksalsschlag. Andreas Egger kommt 1902 als uneheliches Waisenkind zu seinem Onkel auf das Gehöft am Rande eines Dorfes in den österreichischen Alpen. Für den Onkel, einen strengkatholischen Patriarchen, ist der widerwillig aufgenommene Fünfjährige billige Arbeitskraft. Vom Familientisch bleibt er ausgeschlossen, regelmäßige Rutenhiebe für vermeintlichen Ungehorsam sind ihm sicher, bis er fast erwachsen ist. Durch einen besonders harten Hieb bricht sein Bein, das in der Folge schief zusammenwächst. Andreas wird zeitlebens Hinken, diese Beeinträchtigung jedoch durch körperliche Stärke wettmachen. Er bleibt in dem Dorf, verdingt sich als Hilfsarbeiter beim Holzfällen und beim Bau der örtlichen Seilbahn, heiratet. Im Zweiten Weltkrieg wird er eingezogen und bei den Gebirgstruppen im Kaukasus eingesetzt. Ein Ortswechsel, der im Film keiner ist, weil sich die Landschaft gleichbleibt, die Verlegung dorthin ausgespart bleibt. Erzählerisch eine gekonnte Lösung, um die Sesshaftigkeit dieses ganzen Lebens zu unterstreichen. Nach seiner Rückkehr dann die Jahre des Wirtschaftswunders, die auch das entlegene Dorf erreichen, und eine Zeit, die Andreas zunehmend fremder wird. Der Lakonie der Hauptfigur korrespondiert die Lakonie des filmischen Erzählens. Ausgenommen davon ist der Schicksalsschlag, der durch Kamera und Schnitt so ganz anders erzählt wird, eruptiv, Ästhetik der Plötzlichkeit, des Schocks. (RD)