A HAUNTING IN VENICE
Film-Nr.: 17992
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Genre: Drama
Genre: Thriller
Genre: Historie / Kostüm
Genre: Mystery
Genre: Toptitel
Genre: Crime
Genre: Mystery
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A HAUNTING IN VENICE

A HAUNTING IN VENICE (Originaltitel)

USA, Grossbritannien - 2023

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Kenneth Branagh
Darsteller: Kenneth Branagh, Michelle Yeoh, Jamie Dornan, Tina Fey, Kelly Reilly, Jude Hill
Drehbuch: Michael Green, Agatha Christie

Sprache: Englisch, Deutsch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Italienisch, Englisch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 99 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 1.85:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1

Mit MORD IM ORIENT-EXPRESS und TOD AUF DEM NIL hatte Kenneth Branagh zwei absolute Evergreens von Agatha Christie neu aufgelegt, mit A HAUNTING IN VENICE nahm er sich des wenig bekannten „Hallowe’en Party“ an, den er und sein Stammautor Michael Green dann für ihre Bedürfnisse ummodelten. Handlungsort ist beispielsweise nicht England wie in der Vorlage, sondern die titelgebende Gondelstadt, in die sich Meisterdetektiv Hercule Poirot (Branagh) für den Quasi-Ruhestand zurückgezogen hat. Auf Weisung seiner alten Freundin Ariadne Oliver (Tina Fey), einer Schriftstellerin, lässt er sich zur Teilnahme an einer Seance im Haushalt der Opernsängerin Rowena Drake (Kelly Reilly)an Halloween überreden. Er will Ariadne dabei helfen, das Medium Mrs. Joyce Reynolds (Michelle Yeoh) als Schwindlerin zu überführen - doch als ein Mord während der Seance geschieht und die Gesellschaft wegen eines Sturms eingeschlossen ist, muss er auf die Jagd nach dem Täter gehen.
A HAUNTING IN VENICE hat mehr stilistischen Eigenwillen als die Vorgänger, tauscht deren künstlich aussehende CGI-Panoramen gegen einen intimeren Location-Dreh ein. Anklänge des Horrorfilms finden sich in Sachen Bildsprache und Look wieder, der Gothic Horror und Edgar Allan Poe (der mit seinen „Tales of Ratiocination“ auch einen wichtigen Beitrag zum Detektivgenre leistete) werden ebenfalls zitiert. Vor allem ist A HAUNTING IN VENICE aber ein spannendes Whodunit der alten Schule, das sein Publikum zum Mitraten einlädt, nachvollziehbar, aber nicht durchschaubar ist. Die Charakterentwicklung des Protagonisten stagniert in Branaghs drittem Poirot-Film, aber durch das gut geplottete Script und die erfrischenden Grusel-Touch ist A HAUNTING IN VENICE der bisher beste Teil von Branaghs Reihe. So darf es gern weitergehen, gern auch wieder mit ähnlich wenig verbrauchtem Quellenmaterial. (Nils Bothmann)