SUPERMAN
Film-Nr.: 18386
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Genre: Action
Genre: Fantasy
Genre: Toptitel
Genre: Abenteuerfilme
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SUPERMAN

SUPERMAN (Originaltitel)

USA - 2025

DVD - Code 2 - PAL

Regie: James Gunn
Darsteller: David Corenswet, Rachel Brosnahan, Nicholas Hoult, Edi Gathegi, Anthony Carrigan, Nathan Fillion
Drehbuch: James Gunn, Jerry Siegel, Gene Shuster

Sprache: Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch
Untertitel: Französisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Niederländisch, Italienisch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 123 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 1.85:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1

Der Neustart als Chefsache. Nachdem Regisseur, Drehbuchautor und Comicfan James Gunn (GUARDIANS OF THE GALAXY-Reihe, THE SUICIDE SQUAD) als kreativer Boss für den Neuanfang im Filmuniversum der DC Comics eingesetzt wurde, ließ er es sich nicht nehmen, den Beginn gleich selbst zu inszenieren und sich dabei den vielleicht bekanntesten aller Superhelden zu nehmen. Dabei bekommt er die inhärent etwas langweilige Figur des beinahe unverwundbaren, stets herzensguten Saubermannes sogar besser zu packen als jeder Filmemacher vor ihm. Die Mythologie des Mannes aus Stahl setzt er als bekannt voraus, rollt sie nur mit kurzen Texteinblendungen zu Beginn auf. Vor allem zwei Dinge sind jedoch entscheidend für Gunns Handling der Figur: Zum einen beginnt er den Film ausgerechnet mit Supermans erster Niederlage, gegen einen Kontrahenten namens Hammer von Boravia. Zum anderen inszeniert Gunn die Titelfigur nicht als Zweifler wie vor ihm Zack Snyder, sondern vereint Supermans Mythologie mit den Tücken der Gegenwart. Superman (David Corenswet) gerät nämlich in Schwierigkeiten, weil er seinem strengen moralischen Kompass folgt, der so wenig in eine Welt voller politischer Intrigen und Hinterzimmerdeals passen will, wie sich in einer pointierten Dialogszene mit seiner Freundin Lois Lane (Rachel Broshanan) zeigt.
Der Gegenspieler Supermans ist, wie könnte es anders sein, mal wieder Lex Luthor (Nicholas Hoult), seines Zeichens Großindustrieller, Mastermind und die Nemesis des Mannes aus Stahl. Luthor steckt hinter Supermans gefährlichem Gegner, Luthor steckt hinter einer Intrige, die Superman in Verruf bringen soll, Luthor will den Helden physisch wie sozial vernichten. Es ist ein klassischer Superman-Stoff, den Gunn mit viel Begeisterung und zahlreichen In-Jokes wie Referenzen umsetzt. Da er aber sein eigener Chef ist, ist dies bisweilen so, als ließe man ein Kind im Süßigkeitenladen allein, denn phasenweise wirkt SUPERMAN so, als habe sein Schöpfer wirklich jede liebgewonnene Figur und jeden noch so obskuren Verweis unterbringen wollen. Auch den Anarcho-Spirit seiner vorigen Filme drosselt Gunn aus Respekt vor dem Aushängeschild von DC Comics ein wenig, aber es gibt ihn noch, etwa einen augenzwinkernden Verweis darauf, dass Superman selbst im erbittertsten Kampf noch alles und jeden retten will, alle naselang. Insofern ist SUPERMAN eine Wundertüte, vollgestopft mit schrägen Einfällen und wilden Actionmomenten ohne Bodenhaftung, mit feuerspeienden Kaiju-Drachen, Gestaltwandler-Aliens und Luthor-Schurken-Gegenstück zu einer Trollfabrik aus unserer Realität. Mit Corenswet, Broshanan und Hoult in den tragenden Rollen noch dazu top besetzt, ein echtes Werk der Liebe und Begeisterung, auch wenn letztere gelegentlich etwas mit Gunn durchgeht. (Nils Bothmann)