THUNDERBOLTS
Film-Nr.: 18342
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Genre: Action
Genre: Fantasy
Genre: Abenteuerfilme
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THUNDERBOLTS

THUNDERBOLTS* (Originaltitel)

USA - 2025

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Jake Schreier
Darsteller: Florence Pugh, Sebastian Stan, Wyatt Russell, Olga Kurylenko, Lewis Pullman, David Harbour
Drehbuch: Eric Pearson, Joanna Calo

Sprache: Englisch, Deutsch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Italienisch, Englisch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 122 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 2.39:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1

Das Marvel-Äquivalent zur Suicide Squad aus dem Hause DC, das Team der ungeliebten Antihelden und Loser. In diesem Fall sind es unter anderem die Widow-Auftragsmörderin Yelena Belova (Florence Pugh), der Kurzzeit-Captain-America John Walker (Wyatt Russell), Ava Starr (Hannah John-Kamen) alias Ghost und Antonia Dreykov (Olga Kurylenko) alias Taskmaster, die allesamt Black Ops für CIA-Chefin Valentina Allegra de Fontaine (Julia Louis-Dreyfus) erledigen. Als Valentina jedoch ein wichtiges Hearing überstehen muss und Beweise für ihre schmutzigen Aktivitäten verschwinden lassen will, setzt sie die vier aufeinander an, die gerade noch rechtzeitig den Braten riechen und sich daraufhin zusammenraufen müssen. Gemeinsam mit Yelenas Vater Alexei Shostakov (David Harbour) alias Red Guardian, dem ehemaligen Winter Soldier und jetzigen Kongressabgeordneten Bucky Barnes (Sebastian Stan) und dem geheimnisvollen Bob (Lewis Pullman) müssen sie sich bald gemeinsam der Schergen Valentinas erwehren.
Es soll hier kleiner und intimer zugehen als in den großen AVENGERS-Spektakeln, weshalb Yelena und Co. stets betonen, dass sie keine Helden sind. Sie sind die B-Besetzung, die Nebenfiguren und Antagonisten früherer Filme. Marvel gab dies in die Hände von Jake Schreier, der nach diversen TV-Credits die Indie-Filme ROBOT & FRANK und MARGOS SPUREN in seiner Filmographie hat. Allerdings ist Schreier kein James Gunn, der mit GUARDIANS OF THE GALAXY eine der beliebtesten Marvel-Gruppierungen schuf, mit einer großen Liebe für Außenseiterfiguren und entsprechender Comic-Fachkenntnis. Manchmal ist der Ton von THUNDERBOLTS düster, gerade wenn es um psychische Erkrankungen und Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben geht, dann wieder reißen einen die Clownereien von Red Guardian eher aus dem Film heraus, wenn der gescheiterte Gernegroß und Tollpatsch physisch und verbal ins Geschehen eingreift. Bis auf Yelena und Bob bleiben die restlichen Hauptfiguren etwas unterentwickelt, gerade für einen Team-Film, und mit dem Vierer-Gefecht der Black-Ops-Agenten haut THUNDERBOLTS sein größtes Actionhighlight früh raus. Später gibt es noch eine Verfolgungsjagd mit TERMINATOR 2-Gedächtniseinlage, der Showdown will metaphysisch sein, funktioniert aber nur so semi. Dafür hat THUNDERBOLTS eine spielfreudige Besetzung zu bieten, sodass die Teammitglieder untereinander eine schöne Dynamik besitzen und denkwürdige Momente zaubern. Die Action ist erfreulich geerdet, sodass THUNDERBOLTS schon okayes Superheldenfutter ist, aber so ganz sind die Begeisterungsstürme der US-Kritik nicht nachzuvollziehen. (Nils Bothmann)