BLOOD & SINNERS
Film-Nr.: 18334
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Genre: Action
Genre: Horror
Genre: Vampirfilme
Genre: Drama
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BLOOD & SINNERS

SINNERS (Originaltitel)

BLOOD AND SINNERS (Alternativtitel)

USA - 2025

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Ryan Coogler
Darsteller: Michael B. Jordan, Hailee Steinfeld, Miles Caton, Jack O'Connell, Wunmi Mosaku, Delroy Lindo
Drehbuch: Ryan Coogler

Sprache: Englisch, Deutsch, Italienisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 132 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 16 Jahre
Bildformat: 16:9
Tonformat: Dolby Digital 5.1

Mit CREED und zwei BLACK PANTHER-Filmen hatte sich Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler genug Vertrauen erarbeitet, dass ihm Warner 100 Millionen Dollar für die Umsetzung eines Originalstoffs an die Hand gab. Wie schon die vorigen Werke des Filmemachers adressiert auch BLOOD & SINNERS schwarze Themen im Genrekontext. Hier geht es ins Jahr 1932, als die Zwillingsbrüder Smoke und Stack (Michael B. Jordan in einer Doppelrolle) in ihre Heimat in den Südstaaten zurückkehren. Als Gangster in Chicago sind sie zu Geld gekommen und wollen in einer alten Scheune einen Jazz-Club für die schwarze Bevölkerung eröffnen. Ihr talentierter Cousin Sammie (Miles Caton) gehört zum Ensemble der Musiker. Doch in der Eröffnungsnacht rücken Vampire an, die allerdings ohne Einladung nicht hereinkönnen.
Vergleiche zu ASSAULT ON PRECINCT 13 oder FROM DUSK TILL DAWN drängen sich auf, doch das Belagerungsszenario setzt vergleichsweise spät ein und die Action konzentriert sich quasi ausschließlich auf den Schlussakt. Das schmälert BLOOD & SINNERS allerdings kaum, denn Cooglers Film zieht einen quasi direkt rein, lässt das Publikum gern den Figuren folgen, zu denen neben den Smokestack-Twins und Sammie Gemeindemitglieder, verflossene Liebschaften und weitere Musiker gehören. Denn BLOOD & SINNERS ist ein Film, in dem Musik eine zentrale Rolle spielt und dessen vielleicht beeindruckendster Moment jene Musical-Sequenz ist, in der Sammies Blues-Musik die Grenzen von Zeit und Raum sprengt. Überraschenderweise ist Blues nicht die einzige Musik im Film, sodass auch Hip Hop, Folk-Musik und härterer Rock (Coogler nennt unter anderem Metallica als Inspiration für BLOOD & SINNERS) ihren Platz finden. Neben der Musik es geht es um die Verhältnisse während der Rassentrennung in den USA, die (anfänglich alle weißen) Vampire können als Metapher der Unterdrückung gelesen werden, bieten sich selbst aber als trügerische Utopie an: Unter Vampiren gibt es keine sozialen Unterschiede mehr, doch werden diese Verhältnisse mit Blut, Tod und Leiden erkauft. Vor allem aber ist Cooglers History-Horror-Mix ein toll inszeniertes Stück über Rassismus, Freiheit und Musik, das viel für Auge und Ohr bietet und durch die Kameraarbeit von Autumn Durald Arkapaw ebenso besticht wie durch die famosen Darstellerleistungen und die Musik Ludwig Göranssons. (Nils Bothmann)