SUNRISE - A SONG OF TWO HUMANS
Film-Nr.: 10627
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Genre: Drama
Genre: Stummfilme / Early Cinema
Genre: BFI / Sight & Sound: Die 100 Besten Filme
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SUNRISE - A SONG OF TWO HUMANS

SUNRISE (Originaltitel)

SONNENAUFGANG (Alternativtitel)

USA - 1927

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Friedrich W. Murnau
Darsteller: George O'Brien, Janet Gaynor, Margaret Livingston
Drehbuch: Carl Mayer

Sprache: Silent
Untertitel: Deutsch, Englisch
Laufzeit: 91 Min
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Dolby Digital 2.0, Mono, Stereo
Features: 2 Disc, Musikoptionen: Originalmusik von 1927, Olympia Chamber Orchestra, Making Of, Audiokommentar von Filmexperte John Bailey, deleted Scenes, Dokumentation von Filmhistoriker R.Dixon Smith, Trailer, DVD-Rom Part

Murnaus erster Film in Amerika ist, trotz NOSFERATU und seinem FAUST-Film, nach wie vor seine beeindruckendste Arbeit. Basierend auf Hermann Sudermanns expressionistischer Erzählung 'Die Reise nach Tilsit', die von Carl Mayer (DAS CABINET DES DR. CALIGARI) für die Leinwand adaptiert (und für den amerikanischen Markt vereinfacht) wurde, erzählt er eine simple Dreiecksgeschichte, die allerdings als Metapher durchaus tragfähig ist: ein verheirateter Mann vom Lande wird vom Luder aus der großen bösen Stadt verführt und dazu verleitet, die eigene Frau umzubringen. Kurz davor, den Mord zu begehen, überkommen ihn allerdings Skrupel, und seine verängstigte Frau kann entkommen. In der Großstadt begegnen sie sich wieder und finden erneut zueinander, wo sie Zauber und Schrecken des Molochs gemeinsam erleben...
Was auch heute noch begeistert, ist weniger die eher schematische Story als vielmehr Murnaus Inszenierung; ob beim Mordversuch im Ruderboot (durch beschwerte Sohlen ließ Murnau jeden Schritt des Mannes in Richtung seines Opfers zu einer Last werden) oder beim rauschhaften Bilderreigen des Stadterlebnisses des Ehepaares. Seine entfesselte Kamera hatte Murnau schon bei DER LETZTE MANN erprobt - hier nun kommt sie zur Vollendung. Zusammen mit Wellmans WINGS mit dem ersten Oscar überhaupt ausgezeichnet, erhielt der Film auch die Statuetten für seine Hauptdarstellerin und die beste Kameraarbeit. (Patrick Bennat)