GEISTER - EXODUS: EP. 05
Film-Nr.: 18063
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Genre: Drama
Genre: TV-Formate (Serien, Stand Up ...)
Genre: Drama
Genre: Mystery
Genre: Serien / Miniserien
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GEISTER - EXODUS: EP. 05

RIGET - EXODUS (Originaltitel)

Dänemark - 2022

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Lars von Trier
Darsteller: Bodil Jørgensen, Mikael Persbrandt, Lars Mikkelsen, Nicolas Bro, Tuva Novonty, Udo Kier
Drehbuch: Lars von Trier, Niels Vørsel

Sprache: Deutsch, Dänisch
Untertitel: Deutsch
Laufzeit: 58 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 16 Jahre
Bildformat: 1.78:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1

Nach 25 Jahren kehrt Lars von Trier zu seiner Serie GEISTER zurück, die in den 90ern mit ihrer Mischung aus Horror, Mystery und absurder Komik Kultcharakter erlangte und nicht unwesentlich zu Triers Status als neuem, europäischem Regiestar beitrug. Wie bereits David Lynch bei TWIN PEAKS: THE RETURN greift Trier den Handlungsfaden konsequent nach einem Vierteljahrhundert wieder auf, wobei er die metafiktionalen Elemente seiner Fortsetzung noch um einiges deutlicher ausspielt: Karen (Bodil Jørgensen aus IDIOTEN) ist eine ältere Dame, die soeben die zweite Staffel von GEISTER auf DVD beendet hat und von dem offenen Ende der Serie enttäuscht ist. Unversehens macht sie sich ein paar eilige Notizen, legt sich ins Bett und schlafwandelt daraufhin ins altehrwürdige Reichskrankenhaus in Kopenhagen… und in eine neue Staffel hinein. Dort übernimmt gerade der Schwede Stig Helmer Jr. (Mikael Persbrandt), Sohn des früheren Oberarztes, das Kommando – ein Mann, der seinen seligen Vater im Hass auf den „dänischen Abschaum“ noch übertrifft und dabei doch stets um politisch korrektes Dekorum bemüht ist. Doch die wahren Abgründe tun sich einmal mehr in den Katakomben des Krankenhauses auf, denn Karen entdeckt bald, dass zu Heiligabend genau dort der Exodus der toten Seelen beginnen wird. Mittendrin gibt es obendrein eine Untergrundorganisation anonymer Schweden, eine Opiumhöhle im Keller und Willem Dafoe als Dämon in Eulengestalt…
So fühlt sich die Rückkehr in die GEISTER-Welt fast wie ein Abstecher in alte Zeiten an und doch fasst GEISTER: EXODUS gerade das Spätwerk Triers seit ANTICHRIST gekonnt zusammen, dass nicht nur von Höllen- und Untergangsszenarios geprägt ist, sondern auch durch den Umstand, dass das Skandalimage des Dänen zunehmend in die Filme selbst einfloss (und der Schluss der letzten Folge schießt in dieser Hinsicht gekonnt den Vogel ab). Sicherlich bleibt Trier im Herzen Pessimist und auch sein galliger Humor wird weiterhin Geschmackssache bleiben, aber die sichtbare Freude, mit der er hier sein Inferno entfacht, war lange nicht mehr so ansteckend. (Florian Prasser)