IM ZEICHEN DES ZORRO
Film-Nr.: 17854
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Genre: Drama
Genre: Action
Genre: Historie / Kostüm
Genre: Abenteuerfilme
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IM ZEICHEN DES ZORRO

THE MARK OF ZORRO (Originaltitel)

USA - 1940

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Rouben Mamoulian
Darsteller: Tyrone Power, Linda Darnell, Basil Rathbone, Gale Sondergaard, Eugene Pallette
Drehbuch: John Taintor Foote, Garrett Fort, Bess Meredyth, Johnston McCulley

Sprache: Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch
Untertitel: Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Niederländisch
Laufzeit: 90 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 1.33:1
Tonformat: Dolby Digital 2.0

Zorro basiert auf einem Fortsetzungsroman, erschienen 1919 in einer Groschenheftreihe. Bereits 1920 kam eine Verfilmung ins Kino: DAS ZEICHEN DES ZORRO. Regie Fred Niblo für United Artists. Hauptrolle Douglas Fairbanks. Der Film wurde ein großer Erfolg, Fairbanks zum Star. Nach damaligen, aber auch nach heutigen Maßstäben ein temporeicher Mantel-und-Degen-Film, zudem witzig, was das Spiel mit der Doppelrolle betrifft. Denn Zorro, das ist Don Diego Vega, der ennuyiert und effeminiert sich gebende Sohn eines Landedelmannes. Tyrone Power in der Verfilmung von 1940 spielt dieses Rollenspiel über Geschlechterklischees mit erkennbar dem gleichen Vergnügen wie Douglas Fairbanks. Wann ist ein Mann ein Mann? 1926 wurde in Chicago der Foxtrott »Masculine Women Feminine Men« eingespielt, ein amüsanter Song über Gender Trouble. Der Sache nach gibt es LGBT natürlich schon lange und nicht wenige Filme bereits des frühen Kinos verhandeln Fragen von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung, so zum Beispiel die Komödie ICH MÖCHTE KEIN MANN SEIN von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1918. Dass dies meistens komödiantisch gerahmt ist, ändert nichts am Faktum der Bezugnahme auf Geschlechterdiskurse. Zorro repräsentiert das Ideal des Mannes als Kämpfer für Gerechtigkeit, ein Gentleman mit Herz, Kopf und Degen. Vom Volk wird er verehrt, geliebt von den Frauen, den Gegnern ist er stete Bedrohung. Seine Anonymität sichert zuschreibungsoffene Projektion. Die Person, der Mann dahinter agiert mit kalkulierter Selbstverharmlosung bis hin zu Interessen, die als unmännlich gelten. Don Diego plaudert über Mode, unterhält mit Zaubertricks, gibt vor, Politisches langweile ihn. Folge, sein Vater ist maßlos enttäuscht, die Frauen verachten ihn, von den Vertretern der Despotie wird er belächelt. Der unscheinbare Reporter Clark Kent ist Superman, der müßiggängerische Multimilliardär Bruce Wayne Batman. Don Diego spielt wie sie mit unterkomplexen Identitätszuschreibungen. Der Charme dieser Figur liegt nicht zum geringsten in genau dieser identitären Differenz. (RD)