DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS
Film-Nr.: 11207
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Genre: Komödie
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DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS

THE BUCKET LIST (Originaltitel)

USA - 2007

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Rob Reiner
Darsteller: Jack Nicholson, Morgan Freeman, Sean Hayes, Rob Morrow
Drehbuch: Jusitin Zackham

Sprache: Englisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 93 Min.
Bildformat: 1.78:1, anamorph
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Features: Musikvideo "Say" von John Mayer

Gar nicht so leicht, als alter Rob Reiner-Fan über diesen Film zu schreiben, der kaum etwas von dem hat, was seine Sternstunden (THE SURE THING, STAND BY ME, WHEN HARRY MET SALLY ...) auszeichnet: glaubwürdige, liebenswerte Charaktere und Geschichten, die nicht zuletzt dank ihrer Lebensnähe universelle Wahrheiten vermitteln. Filme, in denen man sich zuhause fühlt, erzählt von einem, ja, Menschenfreund, dem man gerne zuhört. Letzteren spürt man zwar auch hier noch in einigen Momenten, aber Handlung und Figuren sind derart hanebüchen, dass alle Mühe vergebens bleibt. Multimillionär (Jack Nicholson) und Automechaniker (Morgan Freeman) finden sich im selben Krankenzimmer wieder (wozu der Film allerlei Balken biegen muß, damit es überhaupt zu so einer Ausgangssituation kommt), beide mit weniger als einem Jahr Lebenszeit, und freunden sich ratzfatz an, damit die Story ihren Lauf nehmen kann. Gemeinsam unternehmen sie all das, was sie immer schon mal tun wollten, ehe sie den Löffel abgeben (im Englischen ?kick the bucket?, daher der Originaltitel). Und so sieht man zwei Krebskranke im Endstadium auf Bergen herumkraxeln und Huckepack-Fallschirmsprünge machen - ?Hollywood horseshit? (William Goldman), wie er im Buche steht. Zwischenzeitlich wird mal etwas Blut gehustet, damit es nicht noch unglaubwürdiger wird, aber damit hat es sich auch fast schon. Zwar erkennen die Figuren nach und nach, dass die Butterfahrt bis zur Bahre (leicht gesagt, wenn man die Kohle dafür auf der Seite hat ...) nicht alles ist, aber der Film verkauft das Auskosten des Lebens bis zum Schluß schon als attraktive Alternative zur Trauerarbeit mit Familie und Freunden, was seine Botschaft dann letztlich Lügen straft und diese aufgesetzt wirken läßt. Und dagegen können die beiden (gewohnt guten) Darsteller und eine sehr witzige Nebenfigur (Sean Hayes als Nicholsons erniedrigungswilliges Faktotum - das Beste am ganzen Film) dann auch nur wenig ausrichten.