ROSSINI
Film-Nr.: 18291
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Genre: Komödie
Genre: Satire
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ROSSINI

ROSSINI (Originaltitel)

ROSSINI ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF (Alternativtitel)

Deutschland - 1996

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Helmut Dietl
Darsteller: Götz George, Mario Adorf, Heiner Lauterbach, Gudrun Landgrebe, Veronica Ferres, Joachim Król
Drehbuch: Helmut Dietl, Patrick Süskind

Sprache: Deutsch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 110 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 2.35:1
Tonformat: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Features: Featurette; Blick hinter die Kulissen

ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF, so der komplette Titel. Helmut Dietl und Ko-Autor Patrick Süskind hatten für das Drehbuch ihre Erfolgsserien MONACO FRANZE (1983) und KIR ROYAL (1986) extrahiert. Das Ergebnis ein selbstreferentieller Filmbranchenfilm, eine Satire, eine Tragikomödie, eine moderne Screwball Comedy. Daher verdientermaßen auch der Ernst-Lubitsch-Preis. Schauplatz ist das Nobelrestaurant Rossini. Die Handlung verknüpft Irrungen und Wirrungen des Herzens und der Karrieren verschiedener Figuren, die der Film- und Kulturszene angehören oder ihr qua Dienstleistung zugehörig sind. Filmsprachlich wird mit eleganter Kamera erzählt, ganz auf der Höhe der Zeit und in raffiniert opulenten Szenenbildern. So berühmt wie berüchtigt ist ROSSINI für seinen multikomplexen Anspielungs- und Verweisungsreichtum, was ihm jedoch nichts von seiner Leichtigkeit mit Bitternote nimmt. Kommerziell zählt er zu den erfolgreichsten Filmen im deutschen Kino des Jahres 1997, Start Ende Januar. Für die Geschichte des deutschen Films ist ROSSINI ein kanonisiert filmgeschichtliches must-see. Für den Verfasser dieser Review belegt ROSSINI den ersten Platz, was das deutsche Kino der Neunzigerjahre betrifft. Ein später Autorenfilm in einer Vollendung wie rund 15 Jahre davor LILI MARLEEN (1981) von Rainer Werner Fassbinder. Dazu kommt das Ensemblespiel all der damals namhaften Darstellerinnen und Darsteller unterschiedlichen Alters, Stars, ja, ohne dass der Film kalkuliert als Star-Movie produziert worden wäre im Sinne jener Vermarktungsstrategie, wonach viel Darstellerprominenz hohe Zuschauerzahlen generiere. 1998 kommt LOLA RENNT von Tom Tykwer ins Kino. Anderes Genre, sehr andere Filmsprache. Das Kino der Nullerjahre. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Geflügeltes Wort. Jedem Ende aber auch. Wie eben ROSSINI. (RD)