WUNDERSCHÖNER
Film-Nr.: 18320
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Genre: Komödie
Genre: Romanze
Genre: Tragikomödie
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WUNDERSCHÖNER

WUNDERSCHÖNER (Originaltitel)

Deutschland - 2025

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Karoline Herfurth
Darsteller: Karoline Herfurth, Nora Tschirner, Anneke Kim Sarnau, Godehard Giese, Anja Kling, Emilia Schüle
Drehbuch: Monika Fäßler, Karoline Herfurth

Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 132 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 2.39:1
Tonformat: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Features: Hörfilm-Fassung; Kinotrailer

Drei Jahre nach ihrem Erfolgsfilm WUNDERSCHÖN kehrt Karoline Herfurth als Regisseurin, Co-Autorin und Darstellerin zurück zu den Figuren, wieder erzählt sie in fünf Handlungssträngen vom Frau-Sein in der Gegenwart, vor allem vom Kampf gegen Vorurteile, Schönheitsideale und Missstände. Drei Protagonistinnen sind geblieben. Sonja (Herfurth selbst) und Milan (Friedrich Mücke) leben mittlerweile in Trennung und versuchen die gemeinsamen Kinder nach dem Nest-Modell großzuziehen, während sie eine Therapie machen. Sonjas beste Freundin, die Lehrerin Vicky (Nora Tschirner), versucht Schülerinnen in der Projektwoche für Feminismus zu begeistern und muss damit umgehen, dass ihr Freund Franz (Maximilian Brückner) gerade auf einem Selbstfindungstrip ist. Milans Schwester Julie (Emilia Schüle) zehrt noch an den Folgen ihrer Modelkarriere und erlebt in ihrem neuen Job als Aufnahmeleiterin Belästigung durch einen Arbeitskollegen. Während die Eltern von Milan und Julie in der Fortsetzung abwesend sind und Baseballspielerin Leyla (Dilara Aylin Ziem) nur eine Nebenrolle hat, kommen zwei neue Protagonistinnen hinzu. Schülerin Lilly (Emilia Packard) setzt sich im Rahmen von Vickys Unterricht erstmals kritisch mit Frauenbildern auseinander. Lillys Mutter, die Medien-Powerbrokerin Nadine (Anneke Kim Sarnau), hingegen erfährt, dass ihr Mann, der Finanzsenator Phillipp (Godehard Giese), ein Callgirl aufgesucht hat und muss bald mehr als nur ihre Vorurteile hinterfragen, als sie einerseits den Skandal verhindern, andererseits mehr über die Sache erfahren will.
Wie schon im Vorgänger beschäftigt sich Herfurth auch in WUNDERSCHÖNER mit den Erwartungen an Frauen in verschiedenen Altersklassen und in verschiedenen Gesellschaftsschichten, mit deren Sorgen, Problemen und Wünschen, ohne dabei belehrend oder thesenhaft zu wirken. Mit Themen wie (Zwangs-)Prostitution und Belästigung am Arbeitsplatz nimmt sie sich auch schwerer Kost an, schafft in dieser Dramedy aber erneut den Spagat zwischen Komik und Ernst. Vor allem Vicky hat mal wieder die besten Sprüche abbekommen, während die Nadine-Storyline weitestgehend comedyfrei bleibt. Dabei ist der Film erfreulich vielschichtig und ausgewogen, zeigt Figuren in vielen Facetten, nicht als reine Sympathieträger oder Bösewichte. Am ehesten eindimensional ist Talkmasterin Regine (Anja Kling), der die Rolle der erfolgreichen, aber stockkonservativen Frau zukommt, die bestehende Ungerechtigkeiten gegen Frauen noch zementiert, etwa weil sie den übergriffigen Kollegen für einen netten Kerl hält oder der Illusion nachhängt, dass alle Prostituierten ihrem Beruf freiwillig nachgehen. Diejenigen, die systematische Benachteiligungen zulassen und/oder verteidigen, sind eben genau schlimm wie jene, die schlimme Dinge begehen, so der Schluss daraus, den der Film aber nicht plakativ herausschreit, sondern einfach über seine Figuren vermittelt. So wie auch Herfurth insgesamt die Mischung aus gesellschaftlicher Relevanz und Unterhaltungskino erneut toll gelungen ist. (Nils Bothmann)