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Film-Nr.: 18069
Genre: Horror
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Genre: Drama |
EYES WITHOUT A FACELES YEUX SANS VISAGE (Originaltitel)AUGEN OHNE GESICHT (Alternativtitel)Frankreich, Italien - 1960 DVD - Code 2 - PAL Regie: Georges FranjuDarsteller: Pierre Brasseur, Alida Valli, Juliette Mayniel, Alexandre Rignault, Béatrice Altariba, Edith Scob Drehbuch: Pierre Boileau, Thomas Narcejac, Claude Sautet, Jean Redon Sprache: Französisch Untertitel: Englisch Laufzeit: 90 Min. Altersfreigabe FSK: ab 15 Jahre Bildformat: 1.66:1 Tonformat: Mono Features: Audiokommentar von Tim Lucas; 2 Kurzfilme von Georges Franju: MONSIEUR ET MADAME CURIE (1953, 14 Min.) und LA PREMIÈRE NUIT (1958, 20 Min.); Interview mit Edith Scob; Dokumentation Irgendwo zwischen den Stummfilm-Fantasien Louis Feuillades (LES VAMPIRES), dem psychologischen Seziertisch David Cronenbergs (DEAD RINGERS) und Tim Burtons lyrischer Gruseltragik (EDWARD SCISSORHANDS) ist diese eigenwillige filmische Gratwanderung zu verorten, die hierzulande einst unter dem wilden Titel DAS SCHRECKENSHAUS DES DR. RASANOFF in die Lichtspielhäuser gebracht wurde. Dabei wird dieser dem Geschehen durchaus gerecht: Chirurg Génessier (sic!) (Pierre Brasseur) entführt mit Hilfe seiner Assistentin (Alida Valli, THE THIRD MAN) junge Mädchen, um mit deren unfreiwilliger Hilfe den Schaden gutzumachen, den er seiner Tochter Christiane (die großartige Edith Scob) durch einen Autounfall einst selbst zugefügt hat - einer der tragischsten und berührendsten Figuren der Filmgeschichte, deren Dilemma auch zunehmend ins Zentrum der Handlung rückt, bis in der apokalyptischen Schlußeinstellung die Leinwand ganz ihr gehört. Schon zuvor gibt es eine unvergeßliche Sequenz, wo die junge Frau die Villa ihres Vaters durchstreift, die emblematisch ist für die trancehafte Atmosphäre weiter Teile des Films. Der bricht ansonsten durchaus mit dem Motivarsenal klassischer Schauermystik, sondern kommt oft erstaunlich modern daher, fast wie ein Streifen der zeitgleich aufkommenden Nouvelle Vague, was so erst die Kontrastfolie für all die abgründigen Momente erzeugt. Zusammen mit der mal irrwitzigen, mal poetischen Musik Maurice Jarres entsteht so eine Atmosphäre, die in diesem Genre einzigartig ist. |