DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE
Film-Nr.: 18469
auf Facebook teilen
Genre: Fantasy
Genre: Science Fiction
Genre: Thriller
Genre: Toptitel
zurück

DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE

L'HOMME QUI RÉTRÉCIT (Originaltitel)

THE SHRINKING MAN (Alternativtitel)

Frankreich, Belgien - 2025

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Jan Kounen
Darsteller: Jean Dujardin, Marie-Josée Croze, Daphné Richard, Salim Talbi, Serge Swysen, Stéphanie Van Vyve
Drehbuch: Jan Kounen, Christophe Deslandes, Christophe Duthuron, Richard Matheson

Sprache: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 95 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 2.35:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Features: Making-Of

Remake von THE INCREDIBLE SHRINKING MAN (1957) in Schwarz-Weiß von Jack Arnold. Er zählt zu den Klassikern des phantastischen Films, besticht durch Dramaturgie, Tricktechnik und seinen gesellschaftskritischen Subtext. Richard Matheson, der Autor des gleichnamigen Romans, wirkte als Drehbuchautor mit. Die literarische Vorlage ist schmal, aber dicht, ebenfalls ein Klassiker. Als Gleichnis wird thematisiert, was der US-amerikanischen Gesellschaft in den Fünfzigerjahren seitens der Soziologie diagnostiziert wurde: die Verunsicherung des Mannes durch das Infragestellen vermeintlich männlicher Werte und in der Folge die Aufweichung traditioneller Geschlechterrollen. Ikonisches Bild dafür ist der autoritätslose Vater in Küchenschürze, Mister Stark, der Vater von Jim in REBEL WITHOUT A CAUSE (1955) von Nicholas Ray mit James Dean in der Hauptrolle. Dieser Subtext wurde im Remake weggelassen. Die erste Hälfte des Films, in der es um die Auswirkungen auf die Ehe geht, wirkt dadurch spannungslos flach. Daran ändert auch eine in Abweichung vom Original hinzugefügte Tochter wenig. Eigene Kontur gewinnt der Film erst, nachdem Paul, die Hauptfigur, im Keller des Hauses gelandet ist, nunmehr so klein, dass er von seinen Angehörigen nicht mehr gehört werden kann. Jean Dujardin spielt Paul, von Beruf Bootsbauer, passabel, mehr nicht. Ein moderner Robinson Crusoe, gestrandet in einer Welt linear sich verändernder relativer Raumgröße. Der Mikrokosmos wird zum Makrokosmos. Mit entsprechenden Bildern in Überblendung schließt der Film. Hätte Regisseur Jan Kounen einen eigenen Subtext gesetzt, dann läge über diesen Film bei aller partiellen Unterhaltsamkeit wahrscheinlich nicht jener Schleier des Belanglosen. Filmtipp zum Thema: GLÜCKLICHE KINDHEIT (1930). Oliver Hardy mit Peter-Pan-Kragen und Stan Laurel im Matrosenanzug als Kinder in einem Kinderzimmer mit entsprechend überdimensionierten Mobiliar und Spielzeug. Studiobau vom Besten! (RD)