ICH WILL ALLES. HILDEGARD KNEF
Film-Nr.: 18370
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Genre: Dokumentarfilme
Genre: Toptitel
Genre: Portrait
Genre: Film
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ICH WILL ALLES. HILDEGARD KNEF

ICH WILL ALLES. HILDEGARD KNEF (Originaltitel)

Deutschland - 2025

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Luzia Schmid
Darsteller: Hildegard Knef, Christina Palastanga, Paul von Schell, Nina Kunzendorf, David Cameron, Joachim Fuchsberger
Drehbuch: Luzia Schmid

Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 98 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: 1.85:1
Tonformat: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1

2009 kam HILDE ins Kino, ein Biopic über Hildegard Knef, gespielt von Heike Makatsch, angelehnt an Knefs Autobiographie von 1970 »Der geschenkte Gaul«. Wie das Biopic beginnt auch die Doku mit Knef in den Sechzigern. 1968 sang sie das von ihr selbst geschriebene Chanson »Für mich soll's rote Rosen regnen« ein. Die B-Seite der Vinyl Single enthielt »Von nun an ging's bergab«. Das Chanson der A-Seite wurde ihr Erkennungslied, ein Chanson über Lebenswünsche, Enttäuschungen, Willensstärke. Von all dem erzählt die Doku, genauer, sie lässt Knef erzählen, die zahlreiche Interviews gab, meinungsstark auftrat, Polarisierung in Kauf nahm. Das Archivmaterial aus fünf Jahrzehnten bietet eine faszinierende Zeitreise, die chronologisch in den Jahren des Nationalsozialismus beginnt, durch die frühe Bundesrepublik führt, in die USA nach Hollywood und New York, und wieder zurück ins Deutschland der Sechziger-, Siebziger- und frühen Achtzigerjahre. Kommentierend begleitet wird diese Zeitreise von Christina, Knefs Tochter aus zweiter Ehe. Sachlich zu konstatieren ist: Knefs Karriere als Sängerin war, gemessen am kommerziellen wie nicht kommerziellen Erfolg, nach 1970 vorbei. Und ihre Filmkarriere unter dem Aspekt filmgeschichtlicher Relevanz umfasst im Grunde nur die Jahre 1944/45 bis 1951, von UNTER DEN BRÜCKEN von Helmut Käutner bis DIE SÜNDERIN von Willi Forst. Dass Hildegard Knef sich dennoch in das kulturgeschichtliche Gedächtnis der Bundesrepublik eingeschrieben hat, dürfte an ihren dezidierten Debattenstatements liegen, an ihrer physischen Präsenz, ihrer Ausstrahlung, ihrer rauchigen Stimme, dem markanten Gesicht mit den durch Mascara und Kunstwimpern überbetonten Augen. Als Sängerin ohne Gesangsstimme beeindruckt sie in einer Weise, die an eine andere deutsche Sängerin ohne Gesangsstimme denken lässt, knapp eine Generation jünger. Knef kam 1925 zur Welt, Christa Päffgen 1938, bekannt geworden unter dem Namen Nico. Sie spielte in LA DOLCE VITA (1960) mit, lernte später Andy Warhol kennen, der das legendäre Album »The Velvet Underground & Nico« (1967) produzierte. Zu Nico in der Traumathek: VINYL / THE VELVET UNDERGROUND & NICO (1965) sowie NICO, 1988 (2017). Mehr zu Knef: HILDEGARD KNEF – ERINNERUNGEN (1973/1975). (RD)