PIN UP GIRL
Film-Nr.: 18550
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Genre: Komödie
Genre: Romanze
Genre: Musicals
Genre: Neuheiten (ohne Toptitel)
Genre: Technicolor
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PIN UP GIRL

PIN UP GIRL (Originaltitel)

USA - 1944

DVD - Code 2 - PAL

Regie: H. Bruce Humberstone
Darsteller: Betty Grable, John Harvey, Martha Raye, Joe E. Brown, Eugene Pallette, Dorothea Kent
Drehbuch: Robert Ellis, Helen Logan, Earl Baldwin, Libbie Block

Sprache: Englisch, Spanisch
Untertitel: Englisch, Spanisch
Laufzeit: 83 Min.
Bildformat: 1.33:1
Tonformat: Mono

Betty Grable gehörte in den Vierzigerjahren zu den kommerziell erfolgreichsten Stars Hollywoods. Sie war The Girl next Door der weißen Community, Sängerin, Tänzerin, zugleich die flamboyanteste Blondine ihrer Zeit, in ihren Rollen charmant, selbstironisch, temperamentvoll. Sie wirkte in Musicals und Komödien mit. Bei den Dreharbeiten zu WIE ANGELT MAN SICH EINEN MILLIONÄR? (1953) unterstützte sie ihre jüngere Kollegin Marylin Monroe auf deren Weg zum Durchbruch. Eine Studiofotografie von Grable aus dem Jahr 1943, die sie im Badeanzug zeigt, Rückenansicht, mit Blick über die Schulter zum Betrachter, wurde zu einem der beliebtesten Pin-ups beim US-Militär. Daher der Titel des Comedy-Musicals, bei dem es um Soldaten verschiedener Truppengattungen auf Fronturlaub oder vor ihrem Einsatz geht. Flirten und mehr steht im Mittelpunkt, die Suche nach Frauen, die den Sex-Appeal der Pin-up-Girls ausstrahlen sollen. Aus Sicht des Feminismus sind Pin-ups ein mehr als nur fragwürdiges Medium. Ihr sexualisierender Charakter ist Programm. Sie bedienen stereotype Fantasien, Klischees, instrumentalisieren als Bild den Körper der Frau, ohne schon Pornografie zu sein. PIN UP GIRL ist ein ergiebiges Feld für die Analyse von Konstruktion und Inszenierung von Geschlechterrollen im binär sexuellen System. Was der Film jedoch vor allem ist: eine zauberhafte, eine hinreißende Revue in Technicolor. Neben Betty Grable tritt Martha Raye auf, bekannt aus HELLZAPOPPIN' (1941), eine der großen Comedians Hollywoods. Die Bigband des Trompeters Charlie Spivak zählt zu den besten ihrer Ära. Es ist ein Feel-Good-Movie, jedenfalls so lange, wie man den zeithistorischen Hintergrund ausblendet. Eine Revue in Farben der französischen Trikolore stellt ihn pointiert vor Augen. Die Premiere des Films fand am 25. April 1944 statt. Am 6. Juni 1944 begann die Operation Overlord, die Landung der Westalliierten in der Normandie. Der Gesamtverlust der Verbündeten belief sich bis zur Befreiung von Paris im August auf rund 66.000 getötete Soldaten. PIN UP GIRL ist eingebettet in die damalige US-Propaganda, einer Propaganda, die bei aller berechtigten Kritik gerechtfertigt war durch die völkerrechtlich gerechte Sache. Das mag feministische Kritikerinnen und Kritiker vielleicht dazu bewegen, mit Nachsicht über Pin-up-Girls und PIN UP GIRL zu urteilen. (RD)