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Film-Nr.: 30896
Genre: Komödie
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Genre: Neuheiten (ohne Toptitel) Genre: Tragikomödie |
GASMANNGASMANN (Originaltitel)Deutschland - 2019 Blu-ray - Code B - HD 1080p Regie: Arne KörnerDarsteller: Rafael Stachowiak, Gala Othero Winter, Kristof van Boven, Peter Ott, Dietrich Kuhlbrodt, Charles Toulouse Drehbuch: Arne Körner, Akin Sipal Sprache: Deutsch Untertitel: Deutsch, Englisch Laufzeit: 87 Min. Altersfreigabe FSK: ab 12 Jahre Bildformat: 1.85:1 Tonformat: Dolby Digital 5.1 Features: Audiokommentar; Kinotrailer; Kurzfilm: ACTION!; Featurette; Deleted Scenes; TV-Beitrag; Kurzfilm Kinotour; Bildergalerie In diesem Gegenwartsfilm, der in Hamburg spielt, wird von Anfang an geraucht, viel geraucht, eine Kippe nach der anderen, vor allem von der Hauptfigur Bernd. Das war bereits 2019 die Ansage einer Absage an das konsensuell vernünftig Gebotene. Die Figuren sind in ihren Lebens- und Arbeitsverhältnissen verkanntet, stecken fest. Bernd ist erfolgloser Theaterschauspieler, der den Unterhalt an seine geschiedene Frau nicht zahlen kann. Mit vier anderen Männern trifft er sich regelmäßig in der Kneipe »Der Silbersack«, gegründet 1949. Sie sind ein literarischer Stammtisch, an dem eigene Texte vorgelesen und kritisiert werden. Der älteste Teilnehmer hat noch selbst den Nationalsozialismus erlebt, war damals in der Hitlerjugend, und schwadroniert mit neo-marxistischen Phrasen. Für Bernd ergibt sich ein Rollenangebot am St. Pauli Theater. Regisseur Winter, zugleich Autor des Stücks »Gasmann«, besetzt ihn als einen von zwei SS-Männern, die mit einer mobilen Kammer zwecks Vergasung umherziehen. Die zwei repräsentativ zu verstehenden Opfer sind bei den Proben nicht dabei. Sie treten erstmals bei der Premiere auf, um, so die Idee des Regisseurs, die Bühne zum Ereignisraum einer Dynamik der spontanen Begegnung zu machen. Die Low-Budget-Produktion durchzieht ein so schwarzhumoriger wie offen aggressiver Blick auf den Kulturbetrieb am Beispiel des Theaters. Die Bühnenproben werden zur Machtprobe eines Regisseurs mit Starallüren. Sein Theaterstück banalisiert den Holocaust zu einem Stück des Absurden Theaters à la »Warten auf Godot«, dessen Inszenierung veraltete Experimentalität bedient. Nicht nur die Figuren sind verkantet, stecken fest, gibt Arne Körner zu verstehen, sondern auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit. (RD) |