KARATE KID
Film-Nr.: 18391
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Genre: Action
Genre: Kung Fu / Martial Arts
Genre: Kinder- / Familienfilme
Genre: Neuheiten (ohne Toptitel)
Genre: Abenteuerfilme
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KARATE KID

KARATE KID (Originaltitel)

USA, Hongkong, China - 2010

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Harald Zwart
Darsteller: Jaden Smith, Jackie Chan, Taraji P. Henson, Han Wen-Wen, Yu Rongguang, Wu Zhen-Su
Drehbuch: Christopher Murphy, Robert Mark Kamen

Sprache: Englisch, Deutsch, Türkisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Laufzeit: 134 Min.
Altersfreigabe FSK: ab 6 Jahre
Bildformat: 2.40:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1

Dass die Hauptfigur des Remakes des Klassikers von 1984 eher ein Kung Fu Kid als ein Karate Kid ist, das schrien ja 2010 bereits die Spatzen von den Dächern. Hier ist es also Dre (Jaden Smith), der mit seiner Mutter Sherry (Taraji P. Henson) nach China umzieht und dort zur Begrüßung die Faust in die Fresse erhält, weil er auf dem Spielplatz nett zu der Falschen ist und ein Freund der Familie Besitzansprüche anmeldet. Als das Bullying sich fortsetzt, ist zum Glück Mr. Han (Jackie Chan) zur Stelle, der Dre Kung Fu beibringt, damit dieser nicht dauerhaft als Watschenheini endet.
KARATE KID von 2010 folgt dem Original in der Story größtenteils Beat für Beat, ist aber knapp 20 Minuten länger. Nicht zuletzt deshalb, weil Regisseur Harald Zwart so viele Panorama-Shots von chinesischen Bauten und Landschaften einbaut, als ob er sich für eine Stelle bei deren Tourismusministerium bewerben wolle. Vieles wird einfach geupdatet: Anstelle von Eighties-Pop und -Rock gibt es hier zeitgenössische Pop- und Hip-Hop-Musik, inklusive eines Abspannsongs, den Hauptdarsteller Jaden Smith gemeinsam mit Justin Bieber singt. Die Kampfszenen sind wesentlich akrobatischer, tatsächlich haben die Darsteller in Sachen Martial Arts auch mehr drauf als ein Ralph Macchio oder ein Pat Morita. Allerdings sind die Figuren auch merklich jünger als die Teens aus dem Original, was der Szene, in der Mr. Han die Kinder-Bullys verwemmst, einen seltsamen Beigeschmack gibt. Ansonsten ist das Ganze ein offensichtliches Geschenk von Will und Jada (Pinkett-)Smith an ihren Filius, der wenigstens besser als in Filmen wie AFTER EARTH spielt, aber immer noch kein toller Darsteller ist. Dafür stimmt die Choreographie der Action und Jackie Chan als Mentor ist eine Schau, sodass KARATE KID kein Ärgernis ist, aber eben auch nicht mehr als eine deutlich längere, weniger kultige Nacherzählung eines stilprägenden Originals. (Nils Bothmann)