BROKEN LULLABY
Film-Nr.: 17472
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Genre: Drama
Genre: Krieg
Genre: Neuheiten (ohne Toptitel)
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BROKEN LULLABY

BROKEN LULLABY (Originaltitel)

DER MANN, DEN SEIN GEWISSEN TRIEB
L'HOMME QUE J'AI TUÉ (Alternativtitel)

USA - 1932

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Ernst Lubitsch
Darsteller: Phillips Holmes, Nancy Carroll, Lionel Barrymoore, Louise Carter, Tom Douglas, Lucien Littlefield
Drehbuch: Samson Raphaelson, Ernest Vajda, Reginald Berkeley

Sprache: Englisch
Untertitel: Französisch
Laufzeit: 74 Min.
Bildformat: 1.33:1
Tonformat: Mono
Features: Featurette; Trailer; Bildergalerie

Wir schreiben das Jahr 1919 und ganz Frankreich feiert den ersten Jahrestag des Siegs über Deutschland. Doch den jungen Paul (Phillips Holmes) stürzen sein Kriegserinnerungen in tiefe Verzweiflung. Dass er gezwungen war, einen deutschen Soldaten im Gefecht zu töten, belastet ihn schwer und so beschließt er anhand eines persönlichen Briefs, die Familie des Mannes ausfindig zu machen. Als er schließlich die Hölderlins in Deutschland aufsucht, schlägt ihm zunächst der antifranzösische Hass des Vaters (Lionel Barrymoore) entgegen, doch als man ihn für einen alten Studienkollegen von Sohn Walter hält, wird er in den Vertrauenskreis der Familie aufgenommen. Doch kann Paul er wagen, ihnen die Wahrheit zu sagen, ohne jede Chance auf Aussöhnung zunichte zu machen?
1932 war Ernst Lubitsch in Hollywood bereits fest als Komödienspezialist etabliert (im gleichen Jahr drehte er TROUBLE IN PARADISE) und dieses Drama um die tiefsitzenden Wunden des Ersten Weltkriegs gehört bis heute immer noch zu seinen weniger beachteten Filmen. Zu unrecht, denn auch bei diesem schweren Stoff beweist Lubitsch ein untrügliches Gespür für ironische Spitzen. Wenn er bereits in der Eröffnungsszene die rasselnde Säbelparade der Offiziere mit Pauls einsamer Seelenqual kontrastiert, zeigt sich, dass der Meister seine visuelle Finesse mühelos in die Tonfilmzeit retten konnte. Etwas mehr Aufmerksamkeit erfuhr BROKEN LULLABY erst 2016, als François Ozon mit FRANTZ ein beachtliches Remake vorlegte. (Florian Prasser)