THE SISTERS BROTHERS
Film-Nr.: 30372
auf Facebook teilen
Genre: Horror
Genre: Toptitel
zurück

THE SISTERS BROTHERS

THE SISTERS BROTHERS (Originaltitel)

Frankreich, USA, Spanien - 2018

Blu-ray - Code B - HD 1080p

Regie: Jacques Audiard
Darsteller: Joaquin Phoenix, John C. Reilly, Jake Gyllenhaal, Riz Ahmed, Rutger Hauer, Allison Tolman
Drehbuch: Jacques Audiard, Thomas Bidegain, Patrick DeWitt

Sprache: Englisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch
Laufzeit: 122 Min.
Bildformat: anamorph, 2.40:1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Features: Featurette; Q&A-Runde

Schon in Werken wie dem Crime-Thriller DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS oder dem Gefängnisfilm EIN PROPHET hatte Jacques Audiard die (eh recht künstlichen) Grenzen zwischen Genre- und Autorenkino verwischt. Mit THE SISTERS BROTHERS, seinem ersten englischsprachigen Film, nimmt er sich den Western vor. Die titelgebende Sisters-Gebrüder Charlie (Joaquin Phoenix) und Eli (John C. Reilly) sind Kopfgeldjäger in den Diensten des Kommodore (Rutger Hauer), der sie auf den Chemiker Hermann Kermit Warm (Riz Ahmed) ansetzt. Der Detektiv John Morris (Jake Gyllenhaal) verfolgt den Mann bereits und sendet den Brüdern Berichte über den Aufenthaltsort des Ziels.
Dabei geht es Audiard weniger um Action und Schießereien, auch wenn die 12er-Freigabe für THE SISTERS BROTHERS angesichts mancher Bluttat etwas großzügig erscheint. Vielmehr ist THE SISTERS BROTHERS eine Meditation über verschiedene Formen von Männlichkeit: Charlie ist ein Säufer, der an im Blut liegende Gewalttätigkeit glaubt, der besonnene Eli dagegen denkt ans Aufhören. Morris ist ein Mann des poetischen Wortes, der im wahrsten Sinne des Wortes mit seinem Erbe hadert, während Warm nicht nur eine Formel für effektiveres Goldschürfen erfunden hat, sondern auch einem utopischen Gesellschaftsmodell jenseits der Zwänge von Gier und Eigentum arbeitet. THE SISTERS BROTHERS ist hervorragend besetzt und gespielt, kontrastiert gelungen die unterschiedlichen Männlichkeitsbilder, auch wenn Audiard dann manches doch zu sehr im Ungefähren lässt. (Nils Bothmann)