DIE TOCHTER
Film-Nr.: 16344
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Genre: Drama
Genre: Toptitel
Genre: Neuheiten
Genre: Familie
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DIE TOCHTER

DIE TOCHTER (Originaltitel)

Deutschland, Griechenland - 2017

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Mascha Schilinski
Darsteller: Helena Zengel, Karsten Antonio Mielke, Artemis Chalkidou
Drehbuch: Mascha Schilinski

Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch
Laufzeit: 103 Min.
Bildformat: anamorph, 2.39:1
Tonformat: Dolby Surround
Features: Kurzfilm: DIE KATZE (Mascha Schilinski, D 2014, 40 Min.); Bildergalerie; Trailer

Eine Dreiecksbeziehung in den flachen Extremen des Alltags: Die Tochter, Luca, ist Fixpunkt und Komplement im Leben von Hannah und Jimmy. Das geschiedene Ehepaar und ihre Tochter sind im Wettbewerb um Zuneigung und in der Hast der Selbstverwirklichung im Paradox wohlsituierter Existenzangst eingerichtet.
Hannah hat in diesem Spiel die schlechtesten Karten: Luca hat für ihre Mutter nur sparsam Zuneigung übrig, während sie ihren Teilzeit-Daddy-Cool so sehr liebt wie sie sich wegen seiner Krankheit – natürlich des Herzens – um ihn sorgt.
„Die Tochter“ nimmt Fahrt auf, wenn die drei zusammen auf eine vulkanische Insel nach Griechenland reisen, um dort ein gemeinsames Haus zur Veräußerung zu renovieren. Der Ort ist emotional besetzt: Hier fand vor drei Jahren die Erosion der Familie ihren Höhepunkt. Nun scheinen Jimmy und Hannah wieder zusammen zu finden, was das eingespielte Verteilung der Zuneigung ins Ungleichgewicht bringt. Luca lebt daraufhin einen eher ausführlichen Elektrakomplex aus.
Mascha Schilinskis Film ist ambitioniert. Das reduzierte Personal wird mit filmischer Opulenz umgeben – was für einen Studentenfilm auf erfrischende Weise mutig ist. Fabian Gampers Kamera ist einfallsreich und elegant kohärent, der Sound fett, die Special Effects überraschend, der Musikeinsatz inflationär. Manchmal wird Schilinskis Filmsprache etwas überbordend – was aber kaum stört. Manchmal will man den einhegenden Einfluss von Redakteuren bemerken, die diese Lust am Inszenieren lieber in auf ausgetretene Pfade lenken wollen – was schon eher stört. (Alexander Scholz)