MORGIANA
Film-Nr.: 30375
auf Facebook teilen
Genre: Drama
Genre: Fantasy
Genre: Neuheiten (ohne Toptitel)
Genre: Mystery
zurück

MORGIANA

MORGIANA (Originaltitel)

Tschechoslowakei - 1972

Blu-ray - Code B - HD 1080p

Regie: Juraj Herz
Darsteller: Iva Janzurová, Josef Abrhám, Nina Divisková, Petr Cepek, Josef Somr, Jirí Kodet
Drehbuch: Vladimír Bor, Juraj Herz, Alexander Grin

Sprache: Deutsch, Tschechisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Laufzeit: 101 Min.
Bildformat: 1.37:1
Tonformat: Dolby Digital 1.0
Features: Bilderglarie; Soundtrack

Wie man an seinem Meisterwerk DER LEICHENVERBRENNER unschwer erkennen kann, hatte Regisseur Juraj Herz von jeher eine Faszination für die Schattenseiten der menschlichen Seele und eine Vorliebe für das Kino des Grotesken. Nach Niederschlagung des Prager Frühlings wurde seine Optionen in dieser Hinsicht zunehmend rarer und so verwundert es nicht, dass er schließlich ein Reihe von Märchenfilmen inszenierte, die eine deutliche Affinität zum Horrorkino aufwiesen ( DIE SCHÖNE UND DAS UNGEHEUER). MORGIANA ist in dieser Hinsicht ein Vorläufer. Nach einer Geschichte des russischen Autors Alexander Grin gedreht, bricht in Herz‘ Film das Düster-Unheilvolle und das Märchenhaft-Wunderbare unversehens in ein vollmundiges Gothic-Melodrama um Geschwisterzwist und ewige Liebe. In einer Doppelrolle glänzt Iva Janzurová als braver Rotschopf Klara und deren böse Schwester Victorie, die ihr Schönheit und sonniges Gemüt leidet und so beschließt, das Schwesterchen schleichend zu vergiften… 1972 bot sich Herz noch der Raum für visuelle Experimente und den nutzt er weidlich in de nsurealen Momenten der Geschichte, wenn das Gift Klara in einen Sinnenrausch stürzt oder wenn die paranoide Victorie von Wahnvorstellungen heimgesucht wird. Anders als in der Vorlage ist Morgiana übrigens nicht der Name der bösen Schwester, sondern der einer stattlichen Siamkatze, aus deren Fischaugen-Perspektive wir immer wieder das Geschehen betrachten und die am Ende für eine makabere Pointe sorgen darf. Für Fans des tschechoslowakischen Kinos ein unbedingtes Muss. (Florian Prasser)