DETROIT
Film-Nr.: 15955
auf Facebook teilen
Genre: Drama
Genre: Thriller
Genre: Toptitel
Genre: Neuheiten
Genre: Crime
zurück

DETROIT

DETROIT (Originaltitel)

USA - 2017

DVD - Code 2 - PAL

Regie: Kathryn Bigelow
Darsteller: John Boyega, Anthony Mackie, Algee Smith, Jason Mitchell
Drehbuch: Mark Boal

Sprache: Englisch
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte
Laufzeit: 137 Min.
Bildformat: 1.85:1
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Features: Diverse Featurettes

Nach dem Bombenentschärferportrait THE HURT LOCKER und dem Bin-Laden-Thriller ZERO DARK THIRTY erweisen sich Regisseurin Kathryn Bigelow und Drehbuchautor Mark Boal in ihrer dritten Kooperation erneut als aufmerksame Chronisten der (neueren) amerikanischen Geschichte. DETROIT erzählt von den Rassenunruhen im Juli 1967, welche die Stadt erschüttern und ihren traurigen Höhepunkt bei einer Razzia im Algiers Motel finden, bei der es mehrere Tote gibt. Diese zentrale Szene zeigt Bigelow in der Tradition eines Home-Invasion-Thrillers, nur dass die Invasoren in den quasi-heimeligen Bereich des Motels Polizisten und Nationalgardisten sind. Durch Missverständnisse, Duckmäusertum und den Rassismus einiger beteiligter Gesetzeshüter eskaliert die Lage immer mehr, was Bigelow in intensivem Detail für den Zuschauer ausbreitet, der die Verzweiflung der (fast ausschließlich schwarzen) Motelbewohner beinahe körperlich nachempfinden kann. Historische Fakten als Einleitung, ein kurzer Abriss der Vorgeschichte sowie die gerichtliche Nachbereitung runden den erzählerisch unkonventionellen Film ab, der anhand seiner zentralen Episode verschiedene Positionen skizziert: Verängstigte Opfer, toughe Opfer, sadistische Täter, rückgratlose Mitläufer, verzweifelte Vermittler. Neben etablierten Kinoschauspielern wie John Boyega (STAR WARS VII), Anthony Mackie (CAPTAIN AMERICA: THE WINTER SOLDIER) und Will Poulter (MAZE RUNNER) wirken Newcomer wie Jacob Latimore und Algee Smith sowie TV-Gesichter wie Hannah Murray (GAME OF THRONES), Kaitlyn Dever (JUSTIFIED) und Jack Reynor (BANSHEE) in dem stark gespielten, grandios inszenierten und hochpolitischen Film mit, der die Fakten auf Basis von Gerichtsurteilen und Zeugenaussagen möglichst genau rekonstruiert. Gleichzeitig ein unglaublich intensiver Stimmungsfilm und eine lehrreiche Geschichtsstunde, die in den Zeiten von Black Lives Matter erschreckenderweise immer noch aktuell zu sein scheint. (Nils Bothmann)